Geprüfte Sicherheit 
High-Tech für Sicherheit und unbeschwerten Spielspaß

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Die in den Versuchen genannten Schußentfernungen und Auszuggewichte sollen und müssen denkbare Extremfälle (jemand läuft in den Schuß) abbilden.

Eine mit jedem Pfeil mitgelieferte Gebrauchsanleitung, die vor allem auch das sichere Erkennen von möglichen Beschädigungen beschreibt, rundet das umfassende Sicherheitskonzept ab.
 

1. Haltbarkeit:

Jede Sicherheitsmaßnahme ist sinnlos, wenn sie nicht unter zu erwartenden Belastungen zuverlässig ihren Dienst verrichten kann. Besonders gefährlich wird es, wenn ein Versagen von Sicherheitsmaßnahmen nicht ohne Weiteres vom Benutzer erkannt werden kann.

Bei manchen Pfeilen kann man allerdings nur noch von grober Fahrlässigkeit sprechen, Selbst im Neuzustand werden Augen, Zähne und Kehlkopf gefährdet. So sah ein besonders schlecht konstruierter Pfeil nach einigen Schuß auf das unten beschriebene Weichziel aus: Das komplette Innenleben hatte versagt und der Polsterkopf ließ sich frei auf dem Schaft hin und her schieben. Statt eines Druckverteilers saß auf dem Schaftende eine Metallkugel. Der Pfeil wurde mit nicht mehr als 25 lbs. x 28" verschossen.
Diese Baumuster wurden nach Bekanntwerden dieser Ergebnisse bis Januar 2005 vom Hersteller aus dem Verkehr gezogen.

Die im Folgenden beschriebenen Haltbarkeitstests kommen nach meiner Auffassung den späteren Anforderungen recht nahe und sollten daher Bestandteil jeder Baumusterprüfung sein.

Der für die Tests zu verwendende Bogen sollte mindestens das maximal für den Pfeil zulässige Zuggewicht haben, d.h. bei Pfeilen, die für den Handel bestimmt sind, mindestens 30 lbs. bei 28" Auszug. Kurze Glasfiber-Bögen sind Holzbögen hierbei vorzuziehen, da sie dem Pfeil eine deutlich höhere Geschoßenergie verleihen, als gleich starke Holzbögen oder Langbögen.

Da die Pfeile bei den Versuchen unweigerlich zurückprallen, ist das Tragen einer Schutzbrille bzw. eines geeigneten Gesichtsschutzes unbedingt zu empfehlen !

1.1 Beschuß eines "weichen" Ziels:

Hier bieten sich preiswerte Matten aus Recycling-Schaumstoff an, wie sie im Bogensporthandel als Ziele erhältlich sind. Die unterschiedlich harten Schaumstoff-Flocken simulieren sehr gut die im Einsatz auftretenden, ungleichmäßigen Belastungen.

Wenigstens 5, besser 10 Schuß aus kürzester Entfernung (1 - 2  m) bei voll ausgezogenem Bogen muss der Pfeil aushalten, ohne dass sicherheitsrelvante Bauteile dabei beschädigt werden.

1.2 Beschuß eines "harten" Ziels:

Wenn der Pfeil die erste Prüfung bestanden hat, geht's hier weiter: Dieser Test simuliert die Belastung des Pfeiles bei Treffern auf einen harten Untergrund (z.B. Kopftreffer !).

Vorsicht:
Gipskartonplatten, Fensterscheiben und Isolier - Verputz halten den Belastungen i.d.R. NICHT stand !
E
ine 19 mm starke Preßspanplatte hat sich als stabiles Ziel für diesen (und den folgenden) Test bewährt.

Wenigstens 3 - 5 Schuß aus kürzester Entfernung (1 - 2  m) bei voll ausgezogenem Bogen muss der Pfeil aushalten, ohne dass sicherheitsrelevante Bauteile dabei beschädigt werden. Ein Bruch des Pfeilschaftes kann dabei vorkommen (Längsrisse), ohne dass dies zwangsläufig die Sicherheit des Pfeiles infrage stellt !

Während dieses Tests können bereits Druckverteilungsbilder aufgenommen werden (siehe unten).

2. Druckverteilungsbilder aufnehmen:

Das ist einfacher, als es sich anhört und kostet auch (fast) nichts. Alles, was man braucht, ist:

 1 Blatt Kohlepapier,
 1 C4-Briefumschlag mit Papprückseite
 1 Blatt weißes Papier

und die bereits erwähnte, 19 mm starke Preßspanplatte.

Wenn ein auf den Schaumstoff aufgelegter (2-welliger) Pappkarton von einem "Sicherheitspfeil" durchschlagen wird, erübrigt sich jede Diskussion. Solch ein Pfeil ist eine unkalkuliere Gefahr für jeden Spieler !

Diese Prüfung schließt sich an die vorausgegangene Haltbarkeitsprüfung an. Hat der Pfeil diese nicht überstanden, kann er kaum als sicher angesehen werden.

Ablauf:

Das Kohlepapier wird über das Blatt gelegt und das Ganze in den Briefumschlag geschoben. Den Briefumschlag befestigt man nun auf der Spanplatte, so, dass die Kartonrückseite auf dem Holz aufliegt.
Beschossen wird die "weiche" Seite des Umschlages, die das allgemein recht empfindliche Kohlepapier während des Versuches gegen Beschädigung schützt.

Geschossen wird (natürlich) wieder mit dem stärksten möglichen Bogen und Vollauszug auf  1 - 2 m Entfernung.

Da die Pfeile bei den Versuchen unweigerlich zurückprallen, ist das Tragen einer Schutzbrille bzw. eines geeigneten Gesichtsschutzes unerläßlich !

Die so erhaltenen Abdrücke zeigen sehr anschaulich die Druckverteilung des Pfeils beim Aufprall. Man sollte sich jedoch klar darüber sein, dass die Schwärzung nicht nur vom Aufpralldruck, sondern auch von der Beschaffenheit des Papiers, Feuchtigkeit und von der Temperatur des Kohlepapiers abhängt.
Will man also verschiedene
Baumuster vergleichen, sollten die Versuche unmittelbar hintereinander - am Besten im Wechsel - geschossen werden.

Es ist übrigens sehr aufschlußreich, wenn man einmal versucht, z.B. mit einem Hammer eine entsprechende Schwärzung auf das Papier zu bekommen.

Mit genormten Prüf-Fallgewichten läßt sich das beschriebene Verfahren sogar in gewissen Grenzen eichen.

Der IDV - Sicherheitspfeil garantiert eine unerreicht gleichmäßige und sichere Druckverteilung auf die gesamte Trefferfläche auch bei extremsten Belastungen.

Er kann daher guten Gewissens als die Referenz für dauerhaft sichere LARP-Pfeile bezeichnet werden.

Ideen, Anregungen oder Kritik zum vorgeschlagenen Prüfverfahren ?
Ich freue mich auf eine sachliche und lehrreiche Diskussion.

Bezugsquellen für die IDV-Sicherheitspfeile finden Sie unter "Kontakte".