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Sicherheitskopf
LD-Pfeil

Selbstbaupfeile im Vergleich:

Alle hier vorgestellten Pfeile waren auf auf den Veranstaltungen anstandslos eingecheckt, auf denen ich sie erhalten habe.

Daß manche Baumuster sicherheitstechnisch indiskutabel sind, leuchtet hoffentlich ein, dennoch möchte ich diese Seite auch dazu nutzen, um auf häufige und gefährliche Fehler beim Selbstbau aufmerksam zu machen.
Die Anleitung für einen nach dem aktuellen Stand der Diskussion wirklich sicheren
Pfeil zum Selberbauen findet sich hier (PDF - Datei)

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Eingesammelt auf "Das Große Hohenlohe Manöver 2005"

Eingesammelt auf "Das Große Hohenlohe Manöver 2005"

Der gute Wille ist erkennbar, aber leider fehlt jegliches physikalisches Verständnis:

+Sehr ordentlicher Durchstoßschutz
-Fehlender Druckverteiler
-untaugliche Polsterung nach vorne,
   stattdessen ein dickes Schminkschwämmchen
-  Buchenholzschaft (sehr gefährliche
   Bruchspitzen)
-  Polsternagel (stirnseitig in Schaft) als einzige
   Befestigung des Schafts am Durchstoßschutz.

Meine Einstufung: gefährlich

Sehr billig, aber keinesfalls LARP-tauglich:

-Fehlender Druckverteiler
-  fehlende Polsterung nach vorne, stattdessen
   ein dickes Schminkschwämmchen
-  Holzschaft (gefährliche Bruchspitzen)
-  Schaft wird nur von weichem Schaumgummi
   gehalten (eingeklemmt)
-  unzureichender Durchstoßschutz
-  Durchstoßschutz wird nicht nach vorne
   abgestützt

Meine Einstufung: hoch gefährlich

Mein Klassiker: Von außen ein durch und durch ordentlicher Pfeil, der leider für üble Verletzungen gut ist:

-Fehlender
   Druckverteiler
-  unzureichende
   Polsterung nach
   vorne,
-  Buchenholzschaft
   (sehr gefährliche
   Bruchspitzen)

Meine Einstufung: hoch gefährlich

Nach einigen Schußversuchen hatte sich der Schaft an der (ohnehin wirkungslosen) Ledereinlage vorbei geschoben und schlug ungehindert nach vorne durch. Der Pfeil machte dennoch einen intakten Eindruck.

Was dies bedeutet hätte, kann man an dem Loch im Knetgummi rechts sehen. Das Auge wäre im Ernstfall wohl unrettbar verloren gewesen.

Beschußversuch "Vieraugenbrett": Hier wird das Gesichtsprofil eines Menschen simuliert; die Leisten übernehmen die Funktion von Nasenbein und Stirnbein

Eingesammelt auf "Tödliche Träume 2004"

Meine ersten (gekauften) LARP-Pfeile (Baujahr 2003)

Dieser Pfeil wurde über den Handel in recht großen Stückzahlen bis ca. 2004 verkauft.

o Druckverteiler vorhanden, aber zu klein
-zu wenig Polsterung nach vorne, dadurch unnötig harter Durchschlag
+GfK-Schaft (nicht auf dem Foto)
-  Durchstoßschutz aus nässempfindlichem Material (Pappe)
-  Druckverteiler ist nicht stabil genug (Weichholz)

Meine Einstufung: verbesserungswürdig aber bei häufiger, sorgfältiger Kontrolle durch den Schützen noch verantwortbar.

Erhalten aufgrund einer Diskussion im LARP-Zeit-Forum: 65 mm Kopfdurchmesser !

Dieser Pfeil wurde in einer Forumsdiskussion als das "Nonplusultra" angepriesen.

o  Sehr stabiler Druckverteiler vorhanden, aber viel zu klein (Gummiblunt)
o  zu wenig feste bzw. viel zu weiche Polsterung nach vorne
+Alu-Carbon-Schaft
oDurchstoßschutz nur in der Mitte vorhanden (aber immerhin Leder)
-  Miserable Flugeigenschaften und extrem gekrümmte Flugbahn durch 65 mm - Kopf
   verleitet zu starken Bögen, großen Höhenvorhalt und sehr starken Auszug.
   Dadurch ggf. erhöhtes Verletzungsrisiko bei unbeabsichtigten Nahtreffern.

Meine Einstufung:
Im Detail noch verbesserungsfähig, aber insgesamt eine sichere Konstruktion.

Vom Hersteller freundlicherweise zur Verfügung gestellt
(Baujahr 2005)

Semiprofessioneller Pfeil
Bewertung geändert: 15.01.06

-Münze als Druckverteiler
-sehr kleiner
   Durchstoßschutz
-- bei schräger Belastung
   schiebt sich der Schaft an
   Münze und Durchstoßschutz
   vorbei.
-  Kiefernholzschaft (sehr
   gefährliche Bruchspitzen)
-Schaftbruch beim 2. Schuß
+vorbildliche Polsterung nach
   vorne
+ Im Neuzustand:
   Einwandfreie
   Druckverteilung; bei
   Kohlepapiertest kein
   Abdruck mehr erkennbar
.
 

Meine Einstufung:
Gerade noch akzeptabel; jedoch sehr sorgfältige und häufige Kontrolle erforderlich, da zu geringe Dauerhaltbarkeit. Innere Schäden sind von außen kaum erkennbar.

Eingesammelt irgendwann 2006

Auch dieser Pfeil war anstandslos eingecheckt, obwohl er schwere Sicherheitsmängel aufweist:

- Fehlender Druckverteiler
- Zu wenig Polsterung nach vorne.
-> Der Schaft schlägt ungebremst durch !
- Holzschaft bildet scharfe Bruchspitzen aus

Das dünne Bekleidungsleder würde im Falle eines inneren Bruches des Schaftes ein Durchstoßen der Spitze wohl kaum verhindern.

Meine Einstufung:Hoch gefährlich !