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Auswahl und Pflege:
Welcher Pfeil paßt zu meinem Bogen? Da jeder Bogen, vor allem auch traditionelle Bögen, einen sehr eignen "Charakter" hat, kann man hierzu nur Anhaltspunkte geben: Der Spinewert sollte eher 5 - 10 lbs über dem tatsächlichen Zuggewicht des Bogens liegen, als darunter. Sehr schwache Pfeile können beim Verschuß mit starken Bögen sogar bersten. Fliegen die Pfeile über weite Strecken unruhig oder weichen stark nach rechts ab (jeweils rechtshändiger Schütze), ist der Spinewert zu gering. Bei Abweichungen nach links ist der Spinewert möglicherweise zu hoch. Pfeile, die unerwartet starke Höhenabweichungen aufweisen, haben wahrscheinlich ein stark abweichendes Gewicht: Hier sollte man mit einer Briefwaage nachwiegen und die "Ausreißer" aussortieren.
Für die Holzarten gilt: Ausprobieren. Esche und Birke haben eine etwas stärkere Dämpfung, als Kiefer und sind auch minimal schwerer. Wenn sie beim Schuß ein gutes Gefühl haben, war es wohl die richtige Wahl.
Lagerung: Die Pfeile sollten kühl, dunkel und trocken gelagert werden, am Besten aufrecht in einem Behälter stehend, so daß sich die Befiederungen nicht gegenseitig berühren. Ein spezieller Ständer, in dem jeder Pfeil seine eigene Bohrung hat, ist hier natürlich optimal.
Pflege: Vor der Einlagerung ist es sinnvoll, die Spitzen mit etwas Feinmechaniköl abzureiben, um Rostbildung zu vermeiden. Feuchte Pfeile müssen zuvor langsam und vorsichtig getrocknet werden: Hierbei ist zu beachten, daß die Federn in feuchtem Zustand sehr schnell verbiegen und diese Form auch dauerhaft annehmen.Wer die Pfeile starker Hitze und Feuchtigkeit aussetzt, sollte sich nicht wundern, wenn er danach mit Bananen schießt. Holz ist ein Naturprodukt und verlangt dementsprechende Pflege.
Wer auch bei schlechtem Wetter schießen möchte (oder muß), sollte die Pfeile mit geeigneten Ölen oder Lacken imprägnieren.
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